Die Dorfschullehrerin - Was die Hoffnung verspricht [Rezension]
Titel: Die Dorfschullehrerin: Was die Hoffnung verspricht #1 Autor: Eva Völler Verlag: Lübbe Seiten: 416 Erscheinungsjahr: 2023 ISBN: 978-3-404-18945-8 Genre: Historienroman Art: flexibler Einband "Ein beißend kalter Windstoß trieb Helene eine Ladung Schnee ins Gesicht. " 1961: Als die Berliner Lehrerin Helene ihre neue Stelle in Hessen an der deutsch-deutschen Grenze antritt, begegnet man ihr im ländlichen, erzkatholischen Ort zunächst mit Ablehnung. Der althergebrachte drakonische Erziehungsstil, die Gleichgültigkeit der Kollegen - für die engagierte Helene ist es ein Kampf gegen Windmühlen. In Tobias, dem Landarzt, findet sie schließlich einen Verbündeten. Schon bald bedeutet er ihr mehr, als ihr lieb ist. Denn Helene hat ein Geheimnis - sie ließ sich nicht ohne Grund genau an diesen Ort versetzen ... Der Titel hat mich als Lehrerin sehr angesprochen, genauso wie das Setting, zeitlich sowie räumlich. Die Geteiltheit Deutschlands wurde keineswegs zum Dreh- und Angelpunkt der Geschichte gemacht, was ich als sehr angenehm empfunden habe. Es hat zwar das Schicksal der Protagonistin bestimmt, aber es war nun mal gegebener Umstand. Auch die Bühne, die die Schulthematik hier einnimmt, ist genau richtig gewählt. Mich haben die kleinen Einblicke in Schulpolitik und Bräuche immer sehr gefreut, aber am spannendsten sind nun einmal die verwobenen Schicksäle der Figuren. Leider sind die Charaktere allesamt etwas blass geblieben und ich habe nicht wirklich einen emotionalen Zugang gefunden, der Schreibstil ist auch recht träge und wenig aufregend. Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und würde sagen, dass es sich sehr gut dafür eignet, da es sehr seichte Kost ist. Ich weiß aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht, ob ich auch den zweiten Band lesen werde. War ganz interessant, aber irgendwie monoton.
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