Die Frau des Serienkillers [Rezension]

  


"Wenn die Menschen nur wüssten, was hinter verschlossenen Türen vor sich geht." 




Titel: Die Frau des Serienkillers: Jede Ehe hat ihre Geheimnisse
Originaltitel: The Serial Killer's Wife
Autor: Alice Hunter
Übersetzung: Aus dem Englischen von Rainer Schumacher
Verlag: Lübbe
Seiten: 416
Erscheinungsjahr: 2024 (2021)
ISBN: 978-3-7517-7431-4
Genre: Thriller
Art: broschierter Einband
 
"Ich bin hin- und hergerissen zwischen Erleichterung und Verärgerung, als ich das hartnäckige Klopfen an der Tür höre. 





Beth und Tom Hardcastle leben in dem kleinen, idyllischen Ort Lower Tew und werden von allen beneidet. Sie führen die perfekte Ehe, haben das perfekte Haus, die perfekte Tochter, kurzum: Sie sind die perfekte Familie … zumindest bis zu dem Tag, an dem die Polizei auftaucht und Tom wegen Mordes in Haft nimmt. So beginnt auch für Beth eine tägliche Tortur, denn die Nachbarn können nicht glauben, dass sie nichts von Toms Taten gewusst hat. Zunächst verteidigt Beth ihren Mann noch und beteuert seine Unschuld. Mit der Zeit wird jedoch klar, dass auch sie ihre Geheimnisse hat, die ihre Freunde und Nachbarn nicht erfahren sollen, ganz zu schweigen von der Polizei.







Ein Thriller, der nicht lange gebraucht hat, mich in seinen Bann zu ziehen. Hätte ich ihn nicht als Hörbuch gehört, hätte ich zig mehr Zitate, die ich hätte festhalten wollen. Aber genau daran misst sich eine weitere Stärke: Es ließ sich super gut auditiv folgen, was man nicht über jedes Werk dieses Genres sagen kann.
Ich mochte die Umgebung der Handlung als auch die gebotene Tiefe der Figuren. Es gab auch die ein oder andere Wendung, die nicht direkt von Anfang an ersichtlich war und die wechselnden Perspektiven haben ihr Übriges dazu beigetragen, dass der Leser stets etwas hinterherhinkt oder dem ein oder anderen Charakter an Wissen überlegen ist. 

Allerdings hat mich das Ende dann gar nicht überzeugt. Der Leser wird nicht nur mit seinen Hoffnungen allein gelassen, sondern auch Versprechungen unerfüllt gelassen. Stattdessen wird die über Hunderte von Seiten aufgebaute Spannung etwas verpufft bze. zu schnell aufgelöst für meinen Geschmack. 

Gerade lese ich den Folgeband und ich hätte mir gewünscht, dass dieser noch mit der ersten Geschichte zusammenhängt, dem scheint aber leider nicht so zu sein. Schade!





Kurzweilig, intensiv, aber hintenrum irgendwie fahl.

"Es ist komisch, wenn ich mir vorstelle, wie glücklich und sorgenfrei wir noch vor wenigen Tagen gewesen sind. Wie schnell sich das ändern kann. In nur einem Augenblick steht die Welt Kopf, und man ist auf einem Weg, an den man keine Sekunde lang gedacht hat.
(S.92) 










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